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Dr. Schales: Militär-Putsch hat keine Auswirkungen auf uns / Artikel erschienen in der Saarbrücker Zeitung, geschrieben von Marcus Kalmes /
16. November 2017 - Saarbrücken. Gute Nachrichten aus Simbabwe trotz Militär-Putsch: Dr. Hans Schales geht es gut. Das bestätigte er gegenüber der Saarbrücker Zeitung am Telefon. Und die Hilfsprojekte, die er und sein Afrikaprojekt rund um das St.-Luke’s-Hospital in Simbabwe aufgebaut haben, spüren derzeit keine Auswirkungen der politischen Entwicklungen in dem südafrikanischen Land.


Die Lage in Simbabwe ist katastrophal. Hans Schales, der ehemalige Chefarzt des Dudweiler St.-Josef-Krankenhauses, hilft seit 2001 in dem südafrikanischen Land. Mit Blick auf den Machtkampf in Simbabwe sagt er: Es kann fast nicht mehr schlechter werden. Die Arbeit war noch nie so schwer wie derzeit. Es kann sich nur bessern. Seit seiner staatlichen Unabhängigkeit 1980 hat das einstige Rhodesien keinen anderen Regierungschef erlebt als Robert Mugabe: erst als Premierminister, seit 1987 als Staatspräsident. Unter seiner Ägide hat sich die einstige Kornkammer Afrikas zu einem Armenhaus entwickelt.

Mugabe regiert wie ein Diktator, lässt politische Gegner mit eiserner Faust mundtot machen. Der 93-Jährige wurde in der Nacht zu Mittwoch vom Militär unter Hausarrest gestellt. Die Militär-Führung will offenbar verhindern, dass Mugabes Frau Grace - spätestens bei der Wahl im kommenden Jahr - an die Macht kommt. Die 52-Jährige steht in punkto Skrupellosigkeit ihrem Mann in Nichts nach. Während in ihrem Land zahlreiche Menschen verhungern, hat sich die First Lady zum Beispiel einen 100-Karat-Diamantring für 1,35 Millionen Dollar gegönnt.

Simbabwe mit seinen etwa 15 Millionen Einwohnern gehört laut einem Uno-Index zu den ärmsten Staaten der Welt. Es gehe darum, eine sich verschlimmernde politische, soziale und wirtschaftliche Krise zu überwinden, sagte Generalmajor Sibusiso Moyo nach dem Militär-Putsch in einer Ansprache im staatlichen Fernsehen.

Das politische Zentrum Simbabwes liegt in der Hauptstadt Harare. Das alles ist 400 bis 500 Kilometer entfernt von uns, berichtet Dr. Schales am Telefon. Die Leute rund um das St.-Luke’s-Hospital seien von der Entwicklung überrascht und wüssten nichts Genaueres. Aber sie seien mit Blick auf die Leidenszeit unter dem Mugab-Clan froh, dass etwas passiert, das sich etwas tut.

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